Zusammenhang zwischen Wassergehalt und Heizwert

Der Heizwert je Gewichtseinheit hängt nicht von der unterschiedlichen Dichte der Holzarten ab. Entscheidend ist der Anteil des Wassers an der Gesamtmasse, der Wassergehalt. Nadelholz weist aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung einen geringfügig höheren Heizwert je kg auf als Laubholz.

 Wassergehalt in %
Heizwert in kWh/kg
    Nadelholz Laubholz
  0 5,20 5,00
  5 4,91 4,72
  10 4,61 4,43
  15 4,32 4,15
  20 4,02 3,86
  25 3,73 3,58
  30 3,44 3,30
  35 3,14 3,01
  40 2,85 2,73
  45 2,55 2,44
  50 2,26
2,16
  55 1,97 1,88
  60 1,67 1,59
 

  Wie kann ich den Heizwert bei bestimmten
  Wassergehalten selbst berechnen?

  Bei der Verbrennung von Holz verdampft zunächst das
  enthaltene Wasser.
  Die dazu benötigte Energie beträgt 0,68 kWh je kg
  Wasser (Verdampfungswärme).
  Zieht man die für die Verdampfung des Wassers
  benötigte Energie von der in der verbleibenden
  Trockenmasse enthaltenen Energie ab,
  errechnet sich der Heizwert.

Heizwert der Trockenmasse

-

Verdampfungswärme des Wasseranteils

=

Heizwert

  Beispiel:
   Der Heizwert je kg bei 30 % Wassergehalt beträgt:
   (70 % x 5 kWh) – (30 % x 0,68 kWh) = 3,3 kWh

Überschlägig liegt der Heizwert von absolut trockenem Holz (Wassergehalt 0 %) bei 5 kWh/kg.
Lufttrockenes Holz (Wassergehalt 15 – 20 %) besitzt einen durchschnittlichen Heizwert von 4 kWh/kg, frisch geschlagenes Holz (Wassergehalt 50 % und mehr) von 2 kWh/kg.
Letzte Aktualisierung am 19.12.2008

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